Children of God: Die religiöse Ideologie hinter einem weltweiten System sexualisierter Gewalt
Er predigte göttliche Liebe – und schuf damit eine Sekte, in der Kinder systematisch missbraucht wurden: David Berg, Gründer der „Children of God“, baute in den 1970er-Jahren eine religiöse Bewegung auf, deren spirituelle Lehre sexuelle Ausbeutung nicht nur erlaubte, sondern theologisch rechtfertigte. Was sich als christliche Erneuerung präsentierte, war ein globales Netz ritualisierter Gewalt – durchzogen von Kontrolle, Zwang und religiösem Wahn. Theologie der Perversion: Wie Bergs Lehre Missbrauch legitimierte Laut übereinstimmenden Berichten ehemaliger Mitglieder, die in Reportagen, Büchern und Interviews (z. B. mit The Guardian , BBC , Vanity Fair ) dokumentiert sind, predigte David Berg eine „Theologie der körperlichen Nähe“, die auch sexuelle Handlungen mit Minderjährigen einbezog. In sogenannten „Mo-Briefen“ – internen Anweisungen und Lehraussagen – erklärte er sexuelle Beziehungen als „göttlichen Liebesdienst“ und bezeichnete sie als „Zeichen von Hingabe“. Insbesondere Mädch...